Ochsenburg und die Familien Gugler und Weiss, 1749 bis 1830
Entwurf der Übersetzung, noch nicht geprüft.
Ochsenburg
Ochsenburg entstand als befestigter Weiler unterhalb einer mittelalterlichen Burg und wird 1231 erstmals in einer Urkunde genannt. Es besaß bis 1807 das Stadtrecht, blieb aber klein. Durch das zwanzigste Jahrhundert hatte es nie viel mehr als 600 Einwohner: 532 im Jahr 1939, 574 im Jahr 1945, 589 im Jahr 1970 und 628 im Jahr 2006. Im Hochmittelalter gehörte es den Herren von Magenheim. Im vierzehnten Jahrhundert fiel es an Württemberg, das es den Herren von Sternenfels als Lehen gab. Ihr Wappen von 1564, für Georg von Sternenfels und seine Frau Ursula Margaretha von Helmstaett, steht noch über dem Friedhofstor. Von der Sternenfelsschen Burg sind nur die Schlosskellerei von 1569 und der Fruchtkasten von 1771 erhalten, und geschnitzte Wappen von beiden sind in Dorfhäuser eingebaut. Ein Wappenstein auf dem Dorfplatz erinnert an Carl Alexander von Sternenfels und seine Frau, die eine übersetzte Beschreibung des Steins Maria Elvira Wetzel nennt. Wetzel ist auch der Name, der vorläufig Carolina Barbara gegeben wird, der Frau des John E. Knoll aus Marktleuthen (siehe Familien Knoll und Weiss), vierhundert Kilometer entfernt. Die beiden Frauen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht verbunden.
Ochsenburg lag bis 1810 im Oberamt Güglingen und von 1810 bis 1938 im Oberamt Brackenheim, weshalb Carolines Taufeintrag es in „OA. Brackenheim“ verortet. Ab 1938 gehörte es zum Landkreis Heilbronn. Am 1. Januar 1971 schloss sich Ochsenburg mit seinem Nachbarn Leonbronn, der Heimat der Familie Gugler, zu Burgbronn zusammen, und am 1. Januar 1975 wurde Burgbronn Teil von Zaberfeld. Ochsenburg verwaltet sich nicht mehr selbst. Leonbronn und Ochsenburg teilen sich seit mehr als fünfzig Jahren eine Pfarrei.
Die Kirche, die Margaretenkirche, wurde 1727 und 1728 unter Ludwig Bernhard von Sternenfels in ihrer heutigen Form neu gebaut, weil das ältere Gebäude nicht mehr sicher war. Die Bauleute behielten den alten Chorturm, eine gotische Kanzel auf einer Renaissancesäule, eine 1558 von Hans Neiffer gegossene Glocke und ein Taufbecken von 1478. Die Kinder der Familien Weiss, Schmid, Haidle und Heinrich dieses Kapitels, die in Ochsenburg getauft wurden, Caroline darunter im März 1857, wurden an diesem Becken getauft.
Die Familien Gugler und Weiss, 1749 bis 1830
Das meiste, was über Carolines Vorfahren bekannt ist, stammt aus den Kirchenbüchern von Ochsenburg, Leonbronn, Kleingartach, Ehningen und Adelberg. Sie nennen ihre Eltern, Großeltern und Urgroßeltern und den größten Teil der Generation darüber. Ein Ahnenbericht und Stammtafeln, um 2016 aus einer Genealogiesoftware gedruckt und in das 2015 und 2016 zusammengestellte Familienbuch eingebunden, fügen Daten und eine weitere Generation hinzu. Seine Generationen jenseits von Carolines Eltern tragen keine angegebene Quelle, und die Kirchenbücher bestätigen seine ersten vier Generationen, nicht aber die tieferen. Wo dieses Kapitel eine Tatsache allein aus dem Bericht nimmt, sagt es das.
Am 29. Juli 1749 heiratete Johann Jacob Gugler in Ochsenburg Anna, die Tochter des Johann Georg Heinrich, Bürger und Weingärtner in Ochsenburg. Der Bräutigam war Sohn des Johann Georg Gugler, Bürger in Leonbronn, der damals wahrscheinlich schon tot war. Johann Jacob wurde 1725 geboren und Anna am 11. September 1723. Ihr Vater wurde im Dezember 1700 in Ochsenburg geboren und starb dort am 29. März 1762. Der zusammengestellte Bericht nennt die Braut Anna Maria Heinrich, gibt Johann Georg Heinrichs Frau als Anna Barbara Bauer an, 1700 in Ochsenburg geboren, und Johann Georg Guglers Geburt als etwa 1700.
Die Tochter des Paares, Rosina Margaretha Gugler, wurde am 29. August 1750 in Leonbronn geboren und dort getauft. Ein Johann Jacob Gugler starb am 16. April 1754 in Ochsenburg und wurde zwei Tage später begraben; er ist wahrscheinlich ihr Vater, Rosina verlor ihn also wahrscheinlich, bevor sie vier war. Anna Helena, „Johann Jacob Guglers Töchterlein“, starb am 19. Oktober 1756 in Ochsenburg, drei Jahre und sieben Monate alt, und wurde zwei Tage später begraben. Sie war wahrscheinlich Rosinas Schwester, geboren am 23. März 1753.
Rosina heiratete nie. Am 19. Juli 1782, als sie einunddreißig war, brachte sie in Ochsenburg einen Sohn zur Welt, Johann Friedrich, der am nächsten Tag getauft wurde. Im Taufeintrag nannte sie seinen Vater: Wilhelm Weiss, ein Zimmergeselle aus Württemberg. Die folgenden Worte sind schwer zu lesen und scheinen zu sagen, dass der Mann das Kind nicht anerkannte oder nicht aufzufinden war. Rosinas Aussage ist der gesamte Beleg für Wilhelm Weiss. Nichts gibt seine Geburt, sein Alter oder seinen Heimatort an, und der Nachname Weiss beginnt in dieser Familie mit ihm. Die Familienregister der Pfarrei wiederholen ihre Angabe als Hörensagen: Eines gibt den Vater „(angeblich)“ als Wilhelm Weiss, Zimmergeselle aus Württemberg, und das andere sagt „Der Vater soll Wilhelm Weiß gewesen sein“. 1783 stand Rosina Patin als „Rosina Guglerin, ledig“, und ihr eigenes Blatt im Familienregister trägt Johann Friedrich als ihr einziges außerehelich geborenes Kind ein („hat einen spurium“). Sie starb am 27. Dezember 1816 um sieben Uhr morgens in Ochsenburg, 66 Jahre alt, eingetragen als „Eine ledige Weibsperson“, und wurde am 1. Januar 1817 begraben.
Rosinas Sohn Johann Friedrich Weiss wurde Bürger und Bauer in Ochsenburg. Am 19. September 1805 heiratete er Christiana Hillbronner, Tochter des Johann Alexander Hillbronner und der Regina Barbara (der Nachname ist eine zweifelhafte Lesung). Sie starb am 18. Oktober 1809. Am 15. Mai 1810 heiratete er Margaretha Schuele, geboren am 31. Januar 1789 in Ochsenburg, Tochter des Christoph Friedrich Schuele und der Anna Catharina Wild. Der Nachname ihrer Mutter und der Heimatort ihres Vaters, möglicherweise Oberriexingen, sind schwer zu lesen. Johann Friedrich starb am 29. August 1830 in Ochsenburg, 48 Jahre alt, sechs Wochen nach der Geburt seines jüngsten Sohnes. Margaretha lebte bis zum 27. April 1863.
Johann Friedrich hatte dreizehn Kinder, die ersten zwei von Christiana und die übrigen von Margaretha. Sieben davon starben als Kinder.
| Kind | Geburt | Tod | Verheiratet |
|---|---|---|---|
| Christiana Barbara | 1806 | 1807 | |
| Rosine | 1808 | 1814 | |
| Christina Barbara | 1811 | 1818 | |
| Johann Friedrich | 1813 | 1814 | |
| Carl Christoph | 23. Januar 1815 | eine Rapp, 1843 | |
| Jacob Friedrich | 1817 | 1821 | |
| Johann Wilhelm | 1819 | [1821] | |
| Caroline Magdalene | 1822 | 1823 | |
| Jacob Friedrich | 14. Februar 1824 | 9. September 1893 | Magdalena Christine Götz, 22. November 1851 |
| Johann | 22. Mai 1825, Ochsenburg | 15. März 1891, Ochsenburg | Auguste Charlotte Haidle, 16. November 1851; Friederike Haab, 23. Januar 1862 |
| Margaretha | 3. Mai 1827 | 18. März 1907 | Johann Georg Thumlert, 18. Juni 1850 |
| Wilhelm | 1829 | ||
| Jacob (Jacob Wise) | 16. Juli 1830, Ochsenburg; getauft 18. Juli, Brackenheim | 30. Oktober 1906, Pittsgrove, New Jersey | Johanna Gottliebin Thumlert, 1857 |
Der zusammengestellte Bericht gibt Christiana Barbaras Tod mit dem 30. August 1807 an. Er führt auch eine Margretha Elisabetha auf, geboren 1799, sechs Jahre vor der ersten Ehe, die am 4. Juli 1800 in Löchgau starb. Die Kirchenbücher führen sie nicht unter den dreizehn auf.
Die Familienregister verbinden jede Generation mit der nächsten. Rosinas Sterbeeintrag verweist auf ihr eigenes Blatt, ihr Blatt auf den Haushalt ihres Sohnes und dieser Haushalt auf die Seite seines Sohnes Johann, geboren am 22. Mai 1825, wo Caroline eingetragen ist. Die Abstammung von Rosina Margaretha Gugler über Johann Friedrich Weiss und Johann Weiss bis zu Caroline ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit belegt.
Von Johanns Geschwistern heiratete Jacob Friedrich Magdalena Christine Götz, die der zusammengestellte Bericht als 1826 geboren angibt, und sie hatten mindestens acht Kinder. Margaretha heiratete Johann Georg Thumlert (1822 bis 1895), einen Schäfer, Sohn des Johann Friedrich Thumlert, und sie hatten von 1851 bis 1869 neun Kinder. Ihr Schwiegervater, 1796 geboren, brach am 14. April 1863 mit sechsundsechzig nach Nordamerika auf. Er gab 1866 sein Bürgerrecht auf, kam 1867 zurück und starb 1879 in Kleebronn. Der jüngste von Johanns Brüdern, Jacob, ging ebenfalls nach Amerika; seine Geschichte beschließt dieses Kapitel.
Quellen
- Ancestor Report and pedigree charts, Caroline Auguste Weiss, compiled genealogy-software printout of about 2016 (a compiled source, not primary), family archive transcript
- Wesemann Family History: Ancestry of Caroline Weiss booklet, book page with photograph of the Ochsenburg cemetery-gateway plaque, family archive transcript
- scan of the family book compiled by [name withheld] (100 pages), family archive: the Extended Family Chart (p. 59), the Outline Ancestor Report (pp. 60–67), the pedigree charts (pp. 68–78), Breen’s email of 11 June 2016 (p. 90) and her handwritten foreword (p. 91).
- Archion, Ochsenburg (Evangelische Kirche), Mischbuch 1738–1807, Band 2 (churchRegister 83493): p. 48, the baptism of the twins Eva Catharina and Christina Elisabetha Sautter, 29 March 1754, and the burial of Christina Elisabetha, April 1754; p. 98, the baptism of Johann Friedrich Weiss, 20 July 1782, and Rosina Gugler as a sponsor, 1783; p. 135, the baptism of the twins Christiana and Catharina Schmid, 9 July 1791; p. 233, the marriage of Johann Jacob Gugler and Anna, 29 July 1749; p. 263, the marriage of Johann Andreas Schmid and Eva Catharina, widow of Jacob Friedrich Autenheimer, 6 September 1790; pp. 330–331, the burials of Johann Jacob Gugler, April 1754, and of Anna Helena Gugler, October 1756; pp. 374–375, the burial of Christiana Schmid, September 1791. Read on the images.
- Archion, Leonbronn (Evangelische Kirche, Dekanat Brackenheim), Taufregister 1676–1807, Band 1 (churchRegister 83460): Bild 50, the baptism of Rosina Margaretha Gugler, 29 August 1750. Read on the image.
- Archion, Ochsenburg (Evangelische Kirche), Familienregister 1808, Band 7 (churchRegister 83508): p. 30, Rosina Margaretha Gugler; p. 31, the household of Johann Georg Haidle; p. 102, the household of Jacob Friedrich Autenheimer and Johann Andreas Schmid with Eva Catharina Sautter, and the block of Johann Bernhard Schmid, butcher at Ehningen; p. 134, the household of Johann Friedrich Weiss. Read on the images.
- Archion, Ochsenburg (Evangelische Kirche), Familienregister 1829, Band 8 (churchRegister 83511): p. 139, the household of Johann Georg Haidle and Catharina Schmid; p. 402, the household of Johannes Reichert; p. 486, the household of Johann Andreas Schmid and Eva Catharina Sautter; pp. 592–595, the Thumlert households; p. 649, the household of Johann Friedrich Weiss; p. 652, the household of Johann Weiss. Read on the images.
- Archion, Ochsenburg (Evangelische Kirche), Totenregister 1808–1891, Band 5 (churchRegister 83505): the deaths of Eva Catharina Schmid née Sautter, 1815 no. 2; of the Haidle twins, 1816 nos. 9 and 10; of Rosina Margaretha Gugler, 1816 no. 15; of the Haidle infants of 1823–1825; of Johann Friedrich Weiss, 1830 no. 4; of Johann Georg Haidle, 1833 no. 16, and Johanna Juliana Haidle, 1833; of Christiane Regine Haidle, 1834; of Johann Jacob Haidle, 1843 no. 12; of Catharina Haidle née Schmid, 1845 no. 11; of Katharina Reichert née Haidle, 1847 no. 2; of Auguste Katharine Reichert, 1850 no. 16; of Johannes Reichert, 1851; of Auguste Charlotte Weiss née Haidle, 1859 no. 11; and of Johann Weiss, 1891 no. 5. Read on the images.
- Archion, Ochsenburg (Evangelische Kirche), Eheregister 1808–1903, Band 4 (churchRegister 83502): 1817 no. 17, the marriage of Johann Georg Haidle and Catharina Schmid, 5 February 1817; the marriage of Johannes Reichert and Katharina Haidle, 15 November 1842; 1847–48 no. 3, the marriage of Johann Reichert and Auguste Charlotte Haidle, 16 November 1847; 1850 no. 3, the marriage of Johann Georg Thumbert [Thumlert] and Margaretha Weiss, 18 June 1850; 1851 no. 5, the marriage of Johann Weiss and Auguste Charlotte Haidle, 16 November 1851; and 1862 no. 1, the marriage of Johann Weiss and Friederike Haab, 23 January 1862. Read on the images.
- Geneanet tree, contributor Tammy Young, contributor-sourced but internally consistent; Johann Friedrich Weiss’s two marriages (to Christiana Hillbronner, 19 September 1805, and Margaretha Schüele, 25 May 1810, both Brackenheim) and the children of each, plus the Schüele-family parentage of Margaretha Schüele.